Vom 3. bis 6. Juli avancierte Ulcinj zum Epizentrum der regionalen und internationalen Festivalszene und war Gastgeber der Premiere des EXIT 2 Montenegro Festivals. EXIT brachte diesen Sommer ein völlig neues Konzept an die montenegrinische Küste, und wir von Itera berichten über unsere Eindrücke von diesem außergewöhnlichen Event, das das Sommererlebnis an der Adria neu definierte. Die Velika Plaža, einer der längsten Sandstrände Europas, verwandelte sich in eine beeindruckende Open-Air-Bühne. Besonders begeistert waren wir vom mutigen und erfrischenden Konzept des Veranstalters – dem kompletten Verzicht auf LED-Leinwände und Spezialeffekte. Der Fokus lag ganz auf dem Wesentlichen: großartige Musik, atemberaubende Sonnenuntergänge und die Weite des Meeres.
Zahlen, die für sich sprechen Das Interesse an diesem Spektakel war schon vor dem Start riesig: Über 20.000 Anmeldungen aus mehr als 100 Ländern weltweit gingen ein. Vier Tage lang erfasste die Festivalenergie Ulcinj förmlich: Über 50.000 Besucher flanierten am Großen Strand entlang. Allein am zweiten Abend, einem rekordverdächtigen Tag, versammelten sich über 22.000 Menschen. Musikalischer Rhythmus: Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang Das Programm folgte perfekt dem natürlichen Rhythmus des Tages. Den ersten Abend eröffnete der fantastische Monolink, gefolgt von Jamie Jones, dessen Set genau im Moment des Sonnenaufgangs über der Adria seinen Höhepunkt erreichte – ein Moment, der laut Publikumsmeinung das absolute Highlight des Festivals war. In den folgenden Tagen traten die Top-Namen der elektronischen Musikszene auf: Argy, Stephan Bodzin, Space Motion, Awen, Deer Jade, Avantika, Konstantin Sibold und Lanna, unterstützt von zahlreichen lokalen und regionalen Künstlern.
Den Abschluss bildeten lokale und regionale Größen (MIPS b2b Seven Beats, DJ Guntar, Rayo und Tebra), während Awen den Sonnenaufgang mit einem emotionalen und stimmungsvollen Set begrüßte. Die Ehre, das Festival zu beenden, gebührte dem großartigen Maceo Plex, dessen Morgenperformance dem Niveau der größten Bühnen der Welt in nichts nachstand und diesem Sommerkapitel einen perfekten Abschluss verlieh.
Symbolik und Tradition im Herzen des Festivals
Eine monumentale, zwölf Meter hohe Skulptur, die EXIT dem Velika Beach als dauerhaftes Symbol dieses neuen Kapitels überreichte, verlieh dem Festival eine besondere visuelle und emotionale Note. Das Werk des Künstlerkollektivs Hiron Creative Lab (ein Zusammenschluss montenegrinischer und serbischer Künstler) ist Frauen gewidmet, die sich für eine humanere Gesellschaft einsetzen. Im Fundament der Skulptur findet sich das Motiv der Meeresfeen aus der Bojana-Tradition von Ulcinj. Hinter der Hauptbühne beleuchtet, stach die Statue besonders während der Auftritte von Deer Jade und Monolink hervor, als sich die Motive von Sand, Meer und Sonne auf ihrer Oberfläche abwechselten.
Mehr als nur Musik EXIT 2 Montenegro war nicht nur ein Musikevent. Tagsüber genossen die Besucher eine spektakuläre Kitesurf-Show am Nomad Beach, die in Zusammenarbeit mit führenden internationalen und regionalen Kitesurf-Clubs organisiert wurde. Dies bestätigte einmal mehr Ulcinjs Status als eines der attraktivsten Kitesurf-Ziele der Welt.
Unser Fazit: Die Einführung des neuen EXIT-Formats in Montenegro hat gezeigt, dass Ulcinj dank der Synergie lokaler Angebote und erstklassiger Organisation das Potenzial für Weltklasse-Events besitzt. Velika plaža hat sich an diesem Wochenende offiziell als neue Top-Adresse für den Sommer an der Adria etabliert, und wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Ausgaben!
